Der SC Freiburg hat in der Conference League seine erste Niederlage kassiert – und das gleich deutlich. Beim AS Monaco unterlag das Team von Julian Schuster am Donnerstagabend mit 0:3. Während die Monegassen nach zwei Spieltagen die volle Punktzahl haben, muss der Bundesliga-Dritte nach dem knappen Ligaspiel in Leverkusen nun schon die zweite Pleite binnen weniger Tage verdauen.
Ausgerechnet ein Deutscher brachte Monaco auf Kurs. Paris Brunner, 20 Jahre alt, in Dortmund geboren und deutscher Nachwuchsnationalspieler, hob den Ball in der Nachspielzeit der ersten Hälfte über Max Rosenfelder, setzte nach und traf unhaltbar. Zuvor hatte Freiburgs Torwart Mio Backhaus noch gegen Mamadou Coulibaly und gegen Brunner gerettet. Früh musste Schuster zudem Yannik Engelhardt verletzt vom Feld nehmen.
Nach der Pause zeigte der SC ein anderes Gesicht. Lukas Kübler scheiterte aus kurzer Distanz zweimal an Monacos Schlussmann Lukáš Hrádecký, auch Matthias Ginter konnte einen Abpraller nicht verwerten. Freiburg drängte, kam aber zu selten zu klaren Chancen. Monaco lauerte auf Konter – und schlug spät zu: In der 83. Minute ließ Backhaus einen Schuss des eingewechselten Ansu Fati abprallen, Lamine Camara staubte zum 2:0 ab. In der Nachspielzeit drehte sich Fati im Strafraum und schob selbst zum Endstand ein.
„Uns hat zu Beginn die Energie gefehlt“, sagte Schuster nach dem Spiel. Mit der zweiten Hälfte war er dagegen zufrieden und fand, das Ergebnis falle für Monaco zu hoch aus.
Stimmungsmäßig gehörte der Abend ohnehin den Gästen: Rund 800 Freiburger füllten den ausverkauften Gästeblock im sonst spärlich besetzten Stade Louis II, auf der Tribüne saß auch Fürst Albert II.
Monaco klettert mit sechs Punkten auf Rang sechs der Tabelle. Freiburg muss die Niederlage schnell abhaken, denn in der Bundesliga wartet bereits die nächste Aufgabe.
