Neun Ligaspiele, neun Siege – dem FC Barcelona fehlte nur noch ein Erfolg zum alleinigen Startrekord in Spaniens höchster Liga. Ausgerechnet im Clásico platzte der Traum. Real Madrid gewann am Sonntagabend im Spotify Camp Nou mit 2:1, und der Mann des Abends hieß einmal mehr Kylian Mbappé.

Der Franzose traf zweimal, wenn auch auf sehr unterschiedliche Weise. Sein erstes Tor in der 41. Minute war ein Geschenk: Gerard Martín wollte eine flache Hereingabe von Yan Diomande klären und schoss den Ball gegen Mbappé, von dem er ins Netz sprang. In der zweiten Hälfte glich Kapitän Raphinha nach Zuspiel von Pedri mit einem Flachschuss aus (61.). Als sich alle mit einem Remis abgefunden hatten, leitete Jude Bellingham mit einer feinen Einzelaktion an der Mittellinie den Konter ein, Joker Eduardo Camavinga legte quer, und Mbappé musste in der 87. Minute nur noch einschieben.

Großen Anteil am Sieg hatte Andriy Lunin. Der Ukrainer vertrat den erkrankten Thibaut Courtois, bestritt sein erstes Vereinsspiel der Saison und lenkte unter anderem einen wuchtigen Kopfball von Martín mit einer Hand an den Pfosten vorbei. Madrid musste zudem auf den gesperrten Vinícius Júnior verzichten.

Trainer José Mourinho feierte den Siegtreffer mit einer Kniegrätsche an der Seitenlinie. Danach lobte er ein Spiel zweier Mannschaften, die beide auf Sieg gespielt hätten. Für Hansi Flicks Team endet damit eine schwierige Woche, nachdem es schon in der Champions League bei Paris Saint-Germain verloren hatte.

In der Tabelle bleibt Barcelona mit 27 Punkten vorn, doch Atlético (25) und Real (24) sind nun wieder in Schlagdistanz. Mbappé steht bei elf Saisontoren, nur Raphinha hat mit 13 öfter getroffen.

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