Nach zwei enttäuschenden Turnieren in Peking und Wuhan hat Elena Rybakina die Antwort auf dem Platz gegeben. Die Weltranglistenerste aus Kasachstan besiegte im Finale des WTA-500-Turniers von Ningbo die Kanadierin Leylah Fernandez mit 6:2, 6:2 und brauchte dafür nur eine Stunde und 16 Minuten. Es ist ihr erster Titel, seit sie nach den US Open an Aryna Sabalenka vorbei an die Spitze des Rankings gezogen war.
Das Endspiel war eine klare Angelegenheit. Rybakina nahm ihrer Gegnerin in jedem Satz zweimal den Aufschlag ab, gab selbst kein Aufschlagspiel ab und wehrte alle vier Breakbälle ab, die Fernandez sich erarbeitete. Den ersten Matchball verwandelte sie mit einer Vorhand.
Die Zahlen hinter dem Sieg sind beeindruckend. Es ist Rybakinas vierter Titel 2026 nach den Australian Open, Stuttgart und den US Open, mehr hat in dieser Saison keine Spielerin gewonnen. Mit 53 Matchsiegen führt sie auch diese Wertung an. In Ningbo ist sie nach zwei Auftritten noch ungeschlagen, und zum ersten Mal in ihrer Karriere hat sie überhaupt einen Titel verteidigt. Insgesamt steht sie nun bei 15 Turniersiegen.
„Ningbo ist für mich schon ein besonderer Ort“, sagte die 27-Jährige danach. Sie habe sich von Spiel zu Spiel gesteigert. Früher habe sie viele Endspiele verloren, inzwischen laufe es in ihre Richtung. Von ihren vergangenen 15 Finals hat sie elf gewonnen.
Auch bei den Männern gab es eine Titelverteidigung: Daniil Medvedev drehte in Almaty das Finale gegen Nikoloz Basilaschwili nach verlorenem ersten Satz und hofft weiter auf das Ticket für die ATP Finals. Rybakina reist nun nach Tokio weiter, bevor ab dem 8. November in Indian Wells das WTA-Saisonfinale ansteht.
