Irgendwo in Kanada liegt womöglich ein Stück Papier im Wert von 40 Millionen kanadischen Dollar, umgerechnet knapp 25 Millionen Euro – vergessen in einer Jacke, einem Handschuhfach oder einer Küchenschublade. Die Lotteriegesellschaft von Ontario (OLG) sucht seit fast einem Jahr den Besitzer eines Lotto-Max-Scheins, der den Jackpot geknackt hat. Am Mittwoch um Mitternacht Ortszeit, in Deutschland am frühen Donnerstagmorgen, verfällt der Anspruch.
Der Schein stammt aus der Ziehung vom 28. Oktober 2025 und wurde bei einer Annahmestelle im Bezirk Grey County gekauft, einer beliebten Ferienregion an der Georgian Bay mit Orten wie Owen Sound und The Blue Mountains. Genau darin sieht die OLG das Problem: Viele Besucher kaufen dort im Urlaub einen Tipp und vergessen ihn nach der Heimreise. Die Gewinnzahlen lauten 6, 14, 17, 19, 26, 43 und 45, die Zusatzzahl ist 27.
Wo genau der Schein verkauft wurde, weiß die Gesellschaft, wer ihn gekauft hat, dagegen nicht. Meldet sich jemand, wird der Anspruch sorgfältig geprüft. „Wir warten jetzt fast ein Jahr“, sagte OLG-Sprecher Tony Bitonti dem Sender CTV. Bedauerlich sei vor allem, dass der Schein nie über die App oder im Laden überprüft worden sei.
Läuft die Frist ab, fließt das Geld nicht in die Staatskasse, sondern über künftige Sonderziehungen und Aktionen an die Spieler zurück. Ein Präzedenzfall existiert: 2022 blieb in Ontario ein Gewinn von 70 Millionen Dollar aus Scarborough für immer liegen, obwohl sich rund 2700 Menschen meldeten – der richtige war nicht dabei.
Nach Angaben der Atlantic Lottery bleibt etwa ein Prozent aller Gewinne unabgeholt, meist allerdings kleine Beträge. Erst vergangene Woche gewann jemand in Alberta mit 90 Millionen Dollar den größten Jackpot der kanadischen Geschichte.
