Kimi Antonelli hat sich für den vielleicht wichtigsten Abend seiner Karriere die beste Ausgangslage verschafft. Der 20 Jahre alte Italiener sicherte sich auf dem Circuit of the Americas in Austin die Pole-Position für den Großen Preis der USA – und kann am Sonntag zum ersten Mal Formel-1-Weltmeister werden.

Dafür muss der Mercedes-Fahrer gewinnen, während Lewis Hamilton schlechter als Vierter und Teamkollege George Russell schlechter als Achter ins Ziel kommen. Die Ausgangslage spielt ihm in die Karten: Hamilton startet nur von Platz fünf, Russell von Rang sechs.

Erwartet hatte diese Pole kaum jemand. Ferrari war in allen drei Trainings vorn, Max Verstappen wirkte im zweiten Qualifying-Abschnitt stark. Doch schon Antonellis erste Runde im Q3 in 1:34,035 Minuten reichte, niemand fand danach noch die nötigen Hundertstel. „Das hatte ich nicht erwartet“, staunte sein Renningenieur Peter Bonnington. Für Antonelli ist es die siebte Pole der Saison, die erste seit dem Rennen in Belgien im Juli.

Verstappen fehlten 0,179 Sekunden. Der Niederländer klagte über fehlenden Grip im letzten Abschnitt, nahm Startplatz zwei aber gelassen. Sein Red-Bull-Teamkollege Isack Hadjar lag nur 0,036 Sekunden dahinter auf Rang drei. Bei Ferrari verpuffte das Trainingstempo: Charles Leclerc klagte über Reifen, die bei kühlerer Strecke nicht ins Arbeitsfenster kamen, und wurde Vierter vor Hamilton.

Bei McLaren lief es zäh. Lando Norris verlor seine beste Zeit wegen Überschreitens der Streckenbegrenzung und startet als Achter hinter Oscar Piastri – sein Kommentar fiel selbstkritisch aus. Mehrere Fahrer, darunter Arvid Lindblad, Franco Colapinto und Audi-Pilot Gabriel Bortoleto, werden wegen Motorwechseln nach hinten versetzt.

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