Bittere Nachricht für die Philadelphia Eagles: Quarterback Jalen Hurts wird in dieser NFL-Saison aller Voraussicht nach nicht mehr spielen. Ärzte haben bei ihm eine tiefe Beinvenenthrombose und Blutgerinnsel in beiden Lungenflügeln festgestellt.

Das teilten der Klub und Hurts‘ Agentin Nicole Lynn am Montag mit. Die Prognose sei sehr gut, hieß es, man rechne mit einer vollständigen Genesung ohne Langzeitfolgen. Hurts sei stabil und körperlich kaum eingeschränkt. Allerdings muss er gerinnungshemmende Medikamente nehmen, und solange das der Fall ist, ist jeder Kontaktsport tabu. Nach Berichten von NFL Network und ESPN dauert die Behandlung mindestens drei Monate.

Ausgelöst wurde das Ganze offenbar durch einen Tritt: Beim Spiel gegen die Los Angeles Rams am 4. Oktober bekam Hurts einen Stollen an die Wade. In London entdeckten Ärzte dann vor der Partie gegen Jacksonville ein oberflächliches Gerinnsel. Man hielt einen Einsatz dennoch für vertretbar, Hurts spielte, die Eagles verloren knapp mit 17:19. Zurück in den USA zeigte eine weitere Untersuchung, dass sich das Gerinnsel bewegt hatte. Am Samstag kam Hurts auf die Verletztenliste.

Trainer Nick Sirianni wollte sich zur Frage, ob der Klub hätte anders handeln müssen, nicht äußern. Er sei kein Mediziner und vertraue den Ärzten des Teams voll, sagte er.

Sportlich wird es nun schwer. Ersatzmann Tanner McKee verlor am Sonntag mit 14:25 gegen die Carolina Panthers, die Eagles stehen bei zwei Siegen und vier Niederlagen, liegen in ihrer Division aber noch auf Rang zwei. Hurts hatte das Team vor zwei Jahren zum Super-Bowl-Sieg gegen Kansas City geführt und war dabei zum wertvollsten Spieler gewählt worden. Seit er 2021 zum Stammspieler aufstieg, hatte er nie mehr als zwei Partien in einer Saison verpasst.

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