Die Atlanta Dream sind dem ersten Meistertitel ihrer Geschichte einen großen Schritt näher gekommen. Im dritten Spiel der WNBA-Finals besiegten sie die Golden State Valkyries vor ausverkauftem Haus mit 97:71 und führen in der Best-of-seven-Serie nun 2:1.
Gespielt wurde ausnahmsweise in der State Farm Arena, der Halle der NBA-Hawks. Die Liga hatte die Partie aus der kleinen Gateway Center Arena mit nur 3.500 Plätzen dorthin verlegt, damit mehr als 17.000 Fans dabei sein konnten. Die Stimmung war entsprechend – und sie hatte reichlich Anlass.
Lange blieb es allerdings eng. Golden State verschlief zwar den Start und traf erst nach gut fünf Minuten überhaupt, kämpfte sich dann aber heran. Zur Pause stand es 46:40, im dritten Viertel glichen die Gäste sogar zum 49:49 aus. Dann folgte, was in dieser Serie schon zum Muster geworden ist: Atlanta zog nach dem Seitenwechsel davon, erst mit acht Punkten in Folge, zum Ende des Viertels mit einem 12:2-Lauf. Über drei Spiele hat Atlanta die dritten Viertel zusammen mit 63:35 gewonnen.
Herausragend war erneut Angel Reese mit 21 Punkten und 12 Rebounds – ihr drittes Double-Double im dritten Finalspiel, was vor ihr keiner so jungen Spielerin gelungen ist. Rhyne Howard steuerte 16 Punkte bei und stahl dem Gegner fünfmal den Ball, wie schon im Spiel davor. Bei den Valkyries kam Gabby Williams auf 15 Zähler.
Trainer Karl Smesko bremste die Euphorie: Man sei „erst auf halber Strecke“. Spiel vier steigt am Samstag erneut in Atlanta, auch dafür sind alle Karten weg.
