Ein Spiel, zwei Gesichter: Eine Stunde lang dominierte der AC Mailand im San Siro nach Belieben, danach wurde es gegen Atalanta Bergamo noch richtig eng. Am Ende stand am Sonntagabend ein 3:2-Erfolg, mit dem sich das Team von Trainer Ruben Amorim nach sieben Spieltagen mit 15 Punkten auf Rang vier schiebt. Amorim hatte nach dem lockeren Europa-League-Sieg in Salzburg unter der Woche gleich sieben Spieler neu in die Startelf beordert.
Der Videobeweis spielte früh die Hauptrolle. Ein Treffer von Christian Pulisic zählte wegen Abseits nicht. Wenig später blockte Atalantas Honest Obrić – gerade erst für den verletzten Sead Kolašinac zu seinem Profidebüt eingewechselt – einen Schuss von Yunus Musah mit der Hand. Nach Ansicht der Bilder gab es Elfmeter, Gonçalo Ramos verwandelte sicher. Kurz vor der Pause legte Adrien Rabiot nach Zuspiel von Diego Moreira mit einem flachen Rechtsschuss das 2:0 nach, sein viertes Saisontor in der Liga.
Nach dem Wechsel folgte der nächste Strafstoß nach Handspiel. Diesmal parierte Torhüter Marco Carnesecchi gegen Ramos – doch den anschließenden Eckball von Luka Modrić verlängerte Rabiot, und Mario Gila köpfte zum 3:0 ein.
Dann wachten die Gäste von Maurizio Sarri auf. Nikola Krstović traf zunächst nur den Pfosten, der eingewechselte Gianluca Gaetano verkürzte nach Vorarbeit von Nicola Zalewski, und Krstović selbst stellte nach Flanke von Raoul Bellanova auf 3:2. In der Schlussphase bewahrte Keeper Mike Maignan seine Mannschaft mit einer Glanztat gegen Davide Zappacosta vor dem Ausgleich.
Milan liegt nun vier Zähler hinter Spitzenreiter Inter und zwei hinter Roma. Am Donnerstag wartet in der Europa League ein Auswärtsspiel in England, danach geht es zu Udinese. Atalanta trifft als Nächstes auf Ajax Amsterdam – mit dem Wissen, dass die starke Schlussphase in Mailand Mut machen darf.
