Sieben Tage vor dem Duell in Barcelona hat Real Madrid die richtige Antwort auf die zuletzt holprigen Auftritte gegeben. Am Sonntagabend besiegte die Mannschaft von Trainer José Mourinho den FC Sevilla im Bernabéu mit 4:1, und das ohne Vinícius Júnior, der die erste von vier Spielsperren absaß.

Mann des Abends war wieder einmal Kylian Mbappé. Der Franzose traf in der 37. Minute nach feiner Hackenvorlage von Jude Bellingham, umkurvte Torwart Odysseas Vlachodimos und schob ein. Kurz nach der Stunde holte er selbst einen Strafstoß heraus und lupfte den Ball frech in die Mitte. Damit steht er bei elf Treffern in elf Pflichtspielen dieser Saison.

Den Torreigen eröffnet hatte Arda Güler. Der Türke, den die Gäste nach einem Zweikampf mit Peque lieber vom Platz gestellt gesehen hätten, zirkelte den Ball nach einer halben Stunde von der Strafraumgrenze in den Winkel. Sevilla wehrte sich, Federico Valverde musste nach der Pause auf der Linie klären, und der eingewechselte Manu Bueno verkürzte zehn Minuten vor Schluss. Zwei Minuten später stellte Yan Diomande mit einem Hammer den alten Abstand wieder her.

Für den 19-Jährigen war es ein besonderer Abend: Als jüngster Madrilene in diesem Jahrhundert bereitete er in einem Ligaspiel ein Tor vor und schoss selbst eines. Den bisherigen Bestwert hielt Bellingham. Stehende Ovationen gab es außerdem für Éder Militão, der nach einer Oberschenkel-Operation im April sein Comeback feierte. Insgesamt sahen 73.907 Zuschauer das Spiel.

In der Tabelle liegen die Königlichen mit 21 Punkten auf Rang drei, einen Zähler hinter Atlético und sechs hinter Spitzenreiter Barcelona, der am Samstag Betis mit 5:2 abgefertigt hatte. Am 25. Oktober kommt es im Camp Nou zum direkten Duell. Gewinnt Real dort, schrumpft der Rückstand auf drei Punkte, und Mourinho dürfte nach diesem Auftritt mit breiter Brust anreisen.

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