Lazio Rom ist die Mannschaft der Stunde in Italien. Mit einem souveränen 3:0 bei Juventus Turin feierte das Team von Trainer Gennaro Gattuso am Sonntagabend den ersten Ligasieg in Turin seit 2017. Nach sieben Spieltagen haben die Römer nun ebenso viele Punkte auf dem Konto wie Tabellenführer Inter Mailand, nämlich 19.
Den Unterschied machten zwei Dänen. Innenverteidiger Oliver Provstgaard köpfte die Gäste in der 37. Minute in Führung, nachdem eine kurz ausgeführte Ecke bei Mattia Zaccagni gelandet war und dieser flankte – sein erster Treffer im Lazio-Trikot. Juventus hatte durchaus Gelegenheiten: Randal Kolo Muani traf nach 24 Minuten, stand dabei aber im Abseits. Der zur Pause eingewechselte Nick Woltemade setzte kurz nach Wiederanpfiff eine gute Chance neben das Tor.
Das rächte sich. In der 66. Minute nahm Gustav Isaksen auf rechts ein Zuspiel von Nuno Tavares an, zog nach innen und schlenzte den Ball flach ins lange Eck. Kurz vor Schluss machte der eingewechselte Fisayo Dele-Bashiru mit einem Konter, den er in der eigenen Hälfte gestartet hatte, alles klar – sein erstes Saisontor.
Für Gattuso ist es ein Rekord: Kein Lazio-Trainer vor ihm hat sechs seiner ersten sieben Serie-A-Partien gewonnen, und einen so starken Saisonstart gab es im Verein noch nie. Die Römer sind ungeschlagen und haben viermal in Folge auswärts gesiegt. Torhüter Christos Mandas musste kaum ernsthaft eingreifen.
Bei Juventus wächst dagegen der Frust. Trainer Luciano Spalletti verfolgte die Partie wegen einer Sperre nach seiner Roten Karte gegen Cagliari von der Tribüne aus. Die Fans pfiffen die Mannschaft zur Pause und nach dem Abpfiff aus. Mit elf Punkten steht der Rekordmeister nur auf Rang acht und hat aus den letzten fünf Spielen lediglich einmal gewonnen.
