An der Ostküste Indiens laufen die Vorbereitungen auf Hochtouren. Über dem Golf von Bengalen hat sich der Zyklon Arnab zu einem sehr schweren Wirbelsturm aufgebaut. Nach Prognose des indischen Wetterdienstes IMD soll er am Mittwoch gegen Mittag nahe Yanam oder Kakinada im Bundesstaat Andhra Pradesh auf Land treffen, mit Böen von bis zu 140 Kilometern pro Stunde.

Andhra Pradeshs Regierungschef N. Chandrababu Naidu ordnete Evakuierungen aus tief gelegenen Gebieten in mehr als einem Dutzend Distrikten an. Eine Gruppe erhielt besondere Aufmerksamkeit: 4.711 Schwangere aus gefährdeten Gegenden wurden in Gesundheitszentren und Krankenhäuser verlegt. Schulen und Hochschulen in den betroffenen Distrikten bleiben bis zum 31. Oktober geschlossen. Mehr als 30.000 Fischerboote sind in die Häfen zurückgekehrt.

Für sieben Distrikte, darunter Kakinada und East Godavari, gilt die höchste Warnstufe Rot; dort könnten örtlich mehr als 200 Millimeter Regen fallen. Sieben Teams der nationalen und acht der staatlichen Katastrophenschutztruppe sind im Einsatz, der Stromversorger hat Dutzende Kontrollräume eingerichtet.

Auch der Nachbarstaat Odisha rüstet sich, obwohl der Sturm dort nicht direkt landen soll. Im Süden sind Fischfang sowie Ausflüge zu Hügeln, Wasserfällen und Stauseen verboten. Ministerpräsident Mohan Charan Majhi schickte acht Minister in die gefährdeten Distrikte. Mehr als 1.700 Notunterkünfte stehen bereit, rund 3.000 Schwangere werden ärztlich beobachtet. Die Zentralregierung sagte bei Bedarf Hilfe von Armee und Marine zu.

Die Region kennt solche Stürme, und das konsequente Evakuieren hat die Opferzahlen in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt. Entscheidend werden nun die nächsten 36 Stunden.

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